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von Thomas Lipke

Workshop SuperX-Connect

Version vom 26. Februar 2026, 07:32 Uhr von Thomas Lipke (Diskussion | Beiträge) (Anpassung Workshop-Konzept 3 Phasne)


logobutton sx connect.png Willkommen bei SuperX-Connect

Workshop: SuperX-Connect

Vergleich neu denken: Von isolierten Auswertungen zum kooperativen Datenkreislauf


Ziel des Workshops

Ziel dieses Workshops ist es,

  • die drei Nutzungsszenarien von SuperX-Connect strukturiert darzustellen,
  • den Mehrwert einer gemeinsamen Vergleichslogik zu diskutieren,
  • konkrete Anwendungsfälle zu identifizieren,
  • und nächste Schritte für eine institutionalisierte Zusammenarbeit zu definieren.

Im Mittelpunkt steht die Frage:

Wie können wir Vergleichsdaten tiefer, aktueller, ressourcenschonender und gemeinschaftlich tragfähig nutzbar machen?


Ablauf (60 Minuten)


0–5 Minuten | Begrüßung, Zielrahmen und Blitzabfrage

Begrüßung und Einordnung

  • Begrüßung
  • Kurzvorstellung der Teilnehmenden (Name, Rolle, ggf. Motivation)
  • Transparente Zielsetzung

Moderationsvorschlag:

„Wir möchten heute gemeinsam prüfen, wie eine nachhaltige, demokratische und technisch tragfähige Vergleichslogik zwischen Hochschulen aussehen kann.“


Blitzabfrage: Wie vergleichen wir heute? (PINGO-Abfrage pingo.coactum.de/164248)

Leitfrage an die Runde:

„Wenn Sie eigene Kennzahlen aus Ihrem BI-System oder aus SuperX haben und diese in Relation zu anderen Hochschulen setzen möchten – wie und womit tun Sie das heute?“

Mögliche Antwortoptionen (PINGO-Link):

  • Nutzung externer Vergleichsportale (Landesämter, Destatis, DAAD etc.)
  • Export eigener BI-Daten und Anreicherung in Excel mit öffentlichen Vergleichsdaten
  • Aufbau eigener Vergleichsberichte mit manuell integrierten Fremddaten
  • Erwerb zusätzlicher, tiefergehender Daten (z. B. bei Destatis)
  • Informeller oder bilateraler Austausch mit anderen Hochschulen

Vertiefende Nachfrage:

„Wie systematisch ist dieser Vergleich heute – und wo stoßen Sie an Grenzen (Datentiefe, Definitionen, Aktualität, Aufwand)?“

  • Aktualität?
  • Tiefe?
  • Definitionen?
  • Aufwand / Kosten?
  • Nachhaltigkeit?

Ziel: Transparenz über Status quo und strukturelle Defizite schaffen.


5–15 Minuten | Die drei Nutzungsszenarien von SuperX-Connect

SuperX-Connect ist kein neues BI-System, sondern eine strukturierte Vergleichsplattform mit drei klar unterscheidbaren Nutzungsszenarien.


1. Nutzung veröffentlichter Vergleichsdaten (Standard-Szenario in der lokalen Installation)

  • SuperX-Connect kann hier heruntergeladen werden, es beinhaltet Funktionen zum Hochschulvergleich und Beispielauswertungen Studierende bzw. Absolventen - bundesweit.
  • SuperX-Connect Version 0.2 mit Studierenden und Studienanfänger_innen sowie Absolventen bundesweit pro Hochschule
  • Hochschulverzeichnis inkl. Abgleich Hochschul- und Standortnummern STBA mit dem Hochschulkompass der HRK
  • Bearbeitungsfunktion zur Bildung von Vergleichsgruppen
  • Darüber hinaus enthalten SuperX bzw. HISinOne-BI im Kernmodul die aktuellen Schlüsselverzeichnisse des STBA und der landesspezifischen Schlüssel
  • Integration veröffentlichter Vergleichsdaten (Destatis, Landesämter etc.)
  • Bereitstellung standardisierter Kennzahlen
  • Nutzung innerhalb des eigenen SuperX
  • Kein Datentausch zwischen Hochschulen notwendig

Mehrwert:

  • Einfach verfügbar
  • Standardisiert
  • Direkte Einbindung in bestehendes Berichtswesen

Grenze:

  • Aggregationstiefe begrenzt
  • Zeitverzug
  • Keine flexible Weiterentwicklung über die Standarddaten der Veröffentlichungen hinaus

2. Verbund- bzw. Landeslösung

  • Gemeinsame Definition von Berichten
  • Gemeinsame Kennzahlendefinition
  • Gemeinsame Infrastruktur
  • Konsistente Auswertungen innerhalb eines Verbunds

Ziel: Strukturierter, institutionalisierter Vergleich in definierten Gruppen.

lightbulb.svg Es gibt bereits seit 20 Jahren Landessysteme für Baden-Württemberg und Sachsen.

3. Demokratisierung des vergleichenden Berichtswesens

Das Vergleichsrückfluss-Modell

Hier entsteht ein kooperativer Datenkreislauf auf Basis gegenseitigen Vertrauens.

Grundprinzip:

Wer bereit ist, strukturierte Berichtsdaten bereitzustellen, erhält im Gegenzug Zugriff auf die entsprechenden Daten der anderen teilnehmenden Hochschulen.


Ablauf eines Standardberichts

  • Lokale Aufbereitung

Im eigenen SuperX wird ein Standardbericht entlang einer gemeinsamen Definition für den Export vorbereitet.

  • Bereitstellung

Die definierten Berichtsdaten werden an SuperX-Connect übertragen.

  • Rückfluss

Die Hochschule erhält die von anderen Hochschulen hinterlegten Daten genau zu diesem Bericht zurück.

  • Lokaler Vergleich

Der eigentliche Vergleich erfolgt ausschließlich im eigenen System als Erweiterung des lokalen Berichts.

SuperX-Connect übernimmt dabei ausschließlich:

  • Strukturierung
  • Validierung
  • Aggregation
  • Weitergabe

Nicht jedoch:

  • Interpretation
  • Analyse
  • Steuerungslogik

Diese verbleiben vollständig bei der Hochschule.


15–30 Minuten | Warum brauchen wir das? Der strukturelle Mehrwert

1. Tiefe statt Oberflächenvergleich

Heute vergleichen wir meist:

  • Absolventenzahlen
  • Studierendenzahlen
  • aggregierte Bestände

Künftig möglich:

  • Phasenbezogene Vergleiche nahezu in Echtzeit
  • Übergangsdynamiken (Bachelor → Master) und semesterscharfe Betrachtungen
  • fachbereichsspezifische (tiefergehende) Entwicklungen
  • teifgehende Analysen entlang von eigens abgestimmten Vergleichsparametern

2. Beispiel UDE: Studierendendynamik

Im Workshop zur Systemdynamik zeigte sich:

Stabilisierung entsteht nicht allein durch Zuwachs, sondern durch das Senken kritischer Abgänge und durch bessere Übergänge.

Frage: Ist das ein UDE-Phänomen? Ein NRW-Phänomen? Ein Strukturtyp-Phänomen?

Ohne vergleichbare Tiefendaten bleibt diese Frage unbeantwortet. UND: Die heutigen Vergelichssysteme und Veröffentlichungen können diese Tiefe und Betrachutngsebene nicht abbilden.

SuperX-Connect ermöglicht hier:

  • Vergleich entlang identischer Berichtsmodule
  • Tiefenanalyse und zeitliche Betrachtung entlang von eigenene Betrachtungsvorstellungen
  • zeitnahe Rückkopplung und Vergleiche
  • einen Austasuch im Rahmen des Berichtsdesigns

3. Demokratischer Mehrwert

Heute entstehen Vergleiche:

  • Zentralisiert gesteuert
  • hoch aggregiert oder
  • temporär in kleinen Verbünden ohne eine nachhaltige Plattform in der HAnd der Hocschulen


SuperX-Connect schafft:

  • ein dauerhaftes Ökosystem
  • eine technische Plattform
  • eine institutionalisierte Austauschstruktur
  • Freiwilligkeit statt Verpflichtung
  • Vertrauen statt Zentralisierung

Es ist kein Zentral-BI. Es ist eine kooperative Infrastruktur.


4. Öffnung für weitere Systeme

Das Modell ist offen für:

  • SuperX
  • HISinOne-BI
  • andere BI-Systeme
  • externe DataWarehouses

Vergleich wird systemunabhängig möglich.


5. Ökonomischer Mehrwert

  • Einsparung individueller Sonderauswertungen
  • Keine Einzelverträge mit Statistikämtern notwendig
  • Reduzierung manueller Vergleichsarbeit
  • Skaleneffekte durch Standardisierung
  • eigene Berichte entlang der eigenen Anforderungen sind auch für die Ebene Benchmark möglich

30–45 Minuten | Interaktive Phase

Diskussion:

  • Für welche Fragestellungen wäre dieses Kreislaufmodell besonders relevant?
  • Welche Berichtsmodule wären prioritäre Kandidaten?
  • Welche Aggregationsebene ist notwendig?
  • Unter welchen Bedingungen würden Sie Daten bereitstellen?

Ziel: Konkrete Pilotberichte identifizieren.


45–60 Minuten | Perspektive und nächste Schritte

Mögliche nächste Schritte:

  • Bildung einer Pilotgruppe
  • Definition eines ersten Standardberichts
  • Technische Spezifikation des Exportformats
  • Governance- und Vertrauensmodell klären

Abschlussfrage:

„Welche Vergleichsfrage sollten wir als erste institutionalisieren?“