Willkommen bei SuperX-Connect
Workshop: SuperX-Connect
Vergleich neu denken: Von isolierten Auswertungen zum kooperativen Datenkreislauf
Ziel des Workshops
Ziel dieses Workshops ist es,
- die drei Nutzungsszenarien von SuperX-Connect strukturiert darzustellen,
- den Mehrwert einer gemeinsamen Vergleichslogik zu diskutieren,
- konkrete Anwendungsfälle zu identifizieren,
- und nächste Schritte für eine institutionalisierte Zusammenarbeit zu definieren.
Im Mittelpunkt steht die Frage:
Wie können wir Vergleichsdaten tiefer, aktueller, ressourcenschonender und gemeinschaftlich tragfähig nutzbar machen?
Ablauf (60 Minuten)
0–5 Minuten | Begrüßung, Zielrahmen und Blitzabfrage
Begrüßung und Einordnung
- Begrüßung
- Kurzvorstellung der Teilnehmenden (Name, Rolle, ggf. Motivation)
- Transparente Zielsetzung
Moderationsvorschlag:
„Wir möchten heute gemeinsam prüfen, wie eine nachhaltige, demokratische und technisch tragfähige Vergleichslogik zwischen Hochschulen aussehen kann.“
Blitzabfrage: Wie vergleichen wir heute? (PINGO-Abfrage pingo.coactum.de/164248)
Leitfrage an die Runde:
„Wenn Sie eigene Kennzahlen aus Ihrem BI-System oder aus SuperX haben und diese in Relation zu anderen Hochschulen setzen möchten – wie und womit tun Sie das heute?“
Mögliche Antwortoptionen (PINGO-Link):
- Nutzung externer Vergleichsportale (Landesämter, Destatis, DAAD etc.)
- Export eigener BI-Daten und Anreicherung in Excel mit öffentlichen Vergleichsdaten
- Aufbau eigener Vergleichsberichte mit manuell integrierten Fremddaten
- Erwerb zusätzlicher, tiefergehender Daten (z. B. bei Destatis)
- Informeller oder bilateraler Austausch mit anderen Hochschulen
Vertiefende Nachfrage:
„Wie systematisch ist dieser Vergleich heute – und wo stoßen Sie an Grenzen (Datentiefe, Definitionen, Aktualität, Aufwand)?“
- Aktualität?
- Tiefe?
- Definitionen?
- Aufwand / Kosten?
- Nachhaltigkeit?
Ziel: Transparenz über Status quo und strukturelle Defizite schaffen.
5–15 Minuten | Die drei Nutzungsszenarien von SuperX-Connect
SuperX-Connect ist kein neues BI-System, sondern eine strukturierte Vergleichsplattform mit drei klar unterscheidbaren Nutzungsszenarien.
1. Nutzung veröffentlichter Vergleichsdaten (Standard-Szenario in der lokalen Installation)
- SuperX-Connect kann hier heruntergeladen werden, es beinhaltet Funktionen zum Hochschulvergleich und Beispielauswertungen Studierende bzw. Absolventen - bundesweit.
- Details siehe die Homepage https://www.superx-projekt.de/doku/sxc_modul/
- SuperX-Connect Version 0.2 mit Studierenden und Studienanfänger_innen sowie Absolventen bundesweit pro Hochschule
- Hochschulverzeichnis inkl. Abgleich Hochschul- und Standortnummern STBA mit dem Hochschulkompass der HRK
- Bearbeitungsfunktion zur Bildung von Vergleichsgruppen
- Darüber hinaus enthalten SuperX bzw. HISinOne-BI im Kernmodul die aktuellen Schlüsselverzeichnisse des STBA und der landesspezifischen Schlüssel
- Integration veröffentlichter Vergleichsdaten (Destatis, Landesämter etc.)
- Bereitstellung standardisierter Kennzahlen
- Nutzung innerhalb des eigenen SuperX
- Kein Datentausch zwischen Hochschulen notwendig
Mehrwert:
- Einfach verfügbar
- Standardisiert
- Direkte Einbindung in bestehendes Berichtswesen
Grenze:
- Aggregationstiefe begrenzt
- Zeitverzug
- Keine flexible Weiterentwicklung über die Standarddaten der Veröffentlichungen hinaus
2. Verbund- bzw. Landeslösung
- Gemeinsame Definition von Berichten
- Gemeinsame Kennzahlendefinition
- Gemeinsame Infrastruktur
- Konsistente Auswertungen innerhalb eines Verbunds
Ziel: Strukturierter, institutionalisierter Vergleich in definierten Gruppen.
| Es gibt bereits seit 20 Jahren Landessysteme für Baden-Württemberg und Sachsen. |
3. Demokratisierung des vergleichenden Berichtswesens
Das Vergleichsrückfluss-Modell
Hier entsteht ein kooperativer Datenkreislauf auf Basis gegenseitigen Vertrauens.
Grundprinzip:
Wer bereit ist, strukturierte Berichtsdaten bereitzustellen, erhält im Gegenzug Zugriff auf die entsprechenden Daten der anderen teilnehmenden Hochschulen.
Ablauf eines Standardberichts
- Lokale Aufbereitung
Im eigenen SuperX wird ein Standardbericht entlang einer gemeinsamen Definition für den Export vorbereitet.
- Bereitstellung
Die definierten Berichtsdaten werden an SuperX-Connect übertragen.
- Rückfluss
Die Hochschule erhält die von anderen Hochschulen hinterlegten Daten genau zu diesem Bericht zurück.
- Lokaler Vergleich
Der eigentliche Vergleich erfolgt ausschließlich im eigenen System als Erweiterung des lokalen Berichts.
SuperX-Connect übernimmt dabei ausschließlich:
- Strukturierung
- Validierung
- Aggregation
- Weitergabe
Nicht jedoch:
- Interpretation
- Analyse
- Steuerungslogik
Diese verbleiben vollständig bei der Hochschule.
15–30 Minuten | Warum brauchen wir das? Der strukturelle Mehrwert
1. Tiefe statt Oberflächenvergleich
Heute vergleichen wir meist:
- Absolventenzahlen
- Studierendenzahlen
- aggregierte Bestände
Künftig möglich:
- Phasenbezogene Vergleiche nahezu in Echtzeit
- Übergangsdynamiken (Bachelor → Master) und semesterscharfe Betrachtungen
- fachbereichsspezifische (tiefergehende) Entwicklungen
- teifgehende Analysen entlang von eigens abgestimmten Vergleichsparametern
2. Beispiel UDE: Studierendendynamik
Im Workshop zur Systemdynamik zeigte sich:
Stabilisierung entsteht nicht allein durch Zuwachs, sondern durch das Senken kritischer Abgänge und durch bessere Übergänge.
Frage: Ist das ein UDE-Phänomen? Ein NRW-Phänomen? Ein Strukturtyp-Phänomen?
Ohne vergleichbare Tiefendaten bleibt diese Frage unbeantwortet. UND: Die heutigen Vergelichssysteme und Veröffentlichungen können diese Tiefe und Betrachutngsebene nicht abbilden.
SuperX-Connect ermöglicht hier:
- Vergleich entlang identischer Berichtsmodule
- Tiefenanalyse und zeitliche Betrachtung entlang von eigenene Betrachtungsvorstellungen
- zeitnahe Rückkopplung und Vergleiche
- einen Austasuch im Rahmen des Berichtsdesigns
3. Demokratischer Mehrwert
Heute entstehen Vergleiche:
- Zentralisiert gesteuert
- hoch aggregiert oder
- temporär in kleinen Verbünden ohne eine nachhaltige Plattform in der HAnd der Hocschulen
SuperX-Connect schafft:
- ein dauerhaftes Ökosystem
- eine technische Plattform
- eine institutionalisierte Austauschstruktur
- Freiwilligkeit statt Verpflichtung
- Vertrauen statt Zentralisierung
Es ist kein Zentral-BI. Es ist eine kooperative Infrastruktur.
4. Öffnung für weitere Systeme
Das Modell ist offen für:
- SuperX
- HISinOne-BI
- andere BI-Systeme
- externe DataWarehouses
Vergleich wird systemunabhängig möglich.
5. Ökonomischer Mehrwert
- Einsparung individueller Sonderauswertungen
- Keine Einzelverträge mit Statistikämtern notwendig
- Reduzierung manueller Vergleichsarbeit
- Skaleneffekte durch Standardisierung
- eigene Berichte entlang der eigenen Anforderungen sind auch für die Ebene Benchmark möglich
30–45 Minuten | Interaktive Phase
Diskussion:
- Für welche Fragestellungen wäre dieses Kreislaufmodell besonders relevant?
- Welche Berichtsmodule wären prioritäre Kandidaten?
- Welche Aggregationsebene ist notwendig?
- Unter welchen Bedingungen würden Sie Daten bereitstellen?
Ziel: Konkrete Pilotberichte identifizieren.
45–60 Minuten | Perspektive und nächste Schritte
Mögliche nächste Schritte:
- Bildung einer Pilotgruppe
- Definition eines ersten Standardberichts
- Technische Spezifikation des Exportformats
- Governance- und Vertrauensmodell klären
Abschlussfrage:
„Welche Vergleichsfrage sollten wir als erste institutionalisieren?“