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* Für welche Fragestellungen wäre dieses Kreislaufmodell besonders relevant? | * Für welche Fragestellungen wäre dieses Kreislaufmodell besonders relevant? | ||
Aktuelle Version vom 26. Februar 2026, 07:57 Uhr
Willkommen bei SuperX-Connect
Workshop: SuperX-Connect
Vergleich neu denken: Von isolierten Auswertungen zum kooperativen Datenkreislauf
Ziel des Workshops
Ziel dieses Workshops ist es,
- die drei Nutzungsszenarien von SuperX-Connect strukturiert darzustellen,
- den Mehrwert einer gemeinsamen Vergleichslogik zu diskutieren,
- konkrete Anwendungsfälle zu identifizieren,
- und nächste Schritte für eine institutionalisierte Zusammenarbeit zu definieren.
Im Mittelpunkt steht die Frage:
Wie können wir Vergleichsdaten tiefer, aktueller, ressourcenschonender und gemeinschaftlich tragfähig nutzbar machen?
Ablauf (60 Minuten)
0–5 Minuten | Begrüßung, Zielrahmen und Blitzabfrage
Begrüßung und Einordnung
- Begrüßung
- Kurzvorstellung der Teilnehmenden (Name, Rolle, ggf. Motivation)
- Transparente Zielsetzung
Moderationsvorschlag:
„Wir möchten heute gemeinsam prüfen, wie eine nachhaltige, demokratische und technisch tragfähige Vergleichslogik zwischen Hochschulen aussehen kann.“
Blitzabfrage: Wie vergleichen wir heute? (PINGO-Abfrage pingo.coactum.de/164248)
Leitfrage an die Runde:
„Wenn Sie eigene Kennzahlen aus Ihrem BI-System oder aus SuperX haben und diese in Relation zu anderen Hochschulen setzen möchten – wie und womit tun Sie das heute?“
Mögliche Antwortoptionen ( PINGO-Link ):
- Nutzung externer Vergleichsportale (Landesämter, Destatis, DAAD etc.)
- Export eigener BI-Daten und Anreicherung in Excel mit öffentlichen Vergleichsdaten
- Aufbau eigener Vergleichsberichte mit manuell integrierten Fremddaten
- Erwerb zusätzlicher, tiefergehender Daten (z. B. bei Destatis)
- Informeller oder bilateraler Austausch mit anderen Hochschulen
Vertiefende Nachfrage:
„Wie systematisch ist dieser Vergleich heute – und wo stoßen Sie an Grenzen (Datentiefe, Definitionen, Aktualität, Aufwand)?“
- Aktualität?
- Tiefe?
- Definitionen?
- Aufwand / Kosten?
- Nachhaltigkeit?
Ziel: Transparenz über Status quo und strukturelle Defizite schaffen.
5–15 Minuten | Die drei Nutzungsszenarien von SuperX-Connect
SuperX-Connect ist kein neues BI-System, sondern eine strukturierte Vergleichsplattform mit drei klar unterscheidbaren Nutzungsszenarien.
1. Nutzung veröffentlichter Vergleichsdaten (Standard-Szenario in der lokalen Installation)
- SuperX-Connect kann hier heruntergeladen werden, es beinhaltet Funktionen zum Hochschulvergleich und Beispielauswertungen Studierende bzw. Absolventen - bundesweit.
- Details siehe die Homepage https://www.superx-projekt.de/doku/sxc_modul/
- SuperX-Connect Version 0.2 mit Studierenden und Studienanfänger_innen sowie Absolventen bundesweit pro Hochschule
- Hochschulverzeichnis inkl. Abgleich Hochschul- und Standortnummern STBA mit dem Hochschulkompass der HRK
- Bearbeitungsfunktion zur Bildung von Vergleichsgruppen
- Darüber hinaus enthalten SuperX bzw. HISinOne-BI im Kernmodul die aktuellen Schlüsselverzeichnisse des STBA und der landesspezifischen Schlüssel
- Integration veröffentlichter Vergleichsdaten (Destatis, Landesämter etc.)
- Bereitstellung standardisierter Kennzahlen
- Nutzung innerhalb des eigenen SuperX
- Kein Datentausch zwischen Hochschulen notwendig
Mehrwert:
- Einfach verfügbar
- Standardisiert
- Direkte Einbindung in bestehendes Berichtswesen
Grenze:
- Aggregationstiefe begrenzt
- Zeitverzug
- Keine flexible Weiterentwicklung über die Standarddaten der Veröffentlichungen hinaus
2. Verbund- bzw. Landeslösung
- Gemeinsame Definition von Berichten
- Gemeinsame Kennzahlendefinition
- Gemeinsame Infrastruktur
- Konsistente Auswertungen innerhalb eines Verbunds
Ziel: Strukturierter, institutionalisierter Vergleich in definierten Gruppen.
| Es gibt bereits seit 20 Jahren Landessysteme für Baden-Württemberg und Sachsen. |
3. Demokratisierung des vergleichenden Berichtswesens
Das Vergleichsrückfluss-Modell
Hier entsteht ein kooperativer Datenkreislauf auf Basis gegenseitigen Vertrauens.
Grundprinzip:
Wer bereit ist, strukturierte Berichtsdaten bereitzustellen, erhält im Gegenzug Zugriff auf die entsprechenden Daten der anderen teilnehmenden Hochschulen.
Beschreibung der Abbildung „SuperX-Connect – True Circular Model“
Die Abbildung stellt SuperX-Connect als kooperativen Datenkreislauf dar. Ausgangspunkt ist jeweils das lokale Hochschulsystem (z. B. SuperX, HISinOne-BI oder ein anderes BI-System).
Im ersten Schritt exportiert die Hochschule definierte Berichtsdaten entlang einer gemeinsamen Standardstruktur und stellt diese SuperX-Connect zur Verfügung.
SuperX-Connect übernimmt dabei ausschließlich die zentrale Aggregation und Strukturierung der eingehenden Daten. Es erfolgt dort weder Interpretation noch Analyse.
Im zweiten Schritt erhält die Hochschule die aggregierten Vergleichsdaten zu genau diesem Bericht zurück und spielt sie in ihr eigenes Data Warehouse bzw. BI-System ein.
Der eigentliche Vergleich und die Analyse erfolgen vollständig lokal im jeweiligen Hochschulsystem – als Erweiterung des bestehenden Berichts.
Das Modell visualisiert damit einen geschlossenen, freiwilligen und vertrauensbasierten Austauschkreislauf:
- Wer Daten bereitstellt, erhält im Gegenzug strukturierte Vergleichsdaten zurück.
- Die Datensouveränität verbleibt bei der jeweiligen Hochschule.
- SuperX-Connect fungiert als technische Aggregations- und Austauschplattform, nicht als zentrales BI-System.
Ablauf eines Standardberichts
- Lokale Aufbereitung
Im eigenen SuperX wird ein Standardbericht entlang einer gemeinsamen Definition für den Export vorbereitet.
- Bereitstellung
Die definierten Berichtsdaten werden an SuperX-Connect übertragen.
- Rückfluss
Die Hochschule erhält die von anderen Hochschulen hinterlegten Daten genau zu diesem Bericht zurück.
- Lokaler Vergleich
Der eigentliche Vergleich erfolgt ausschließlich im eigenen System als Erweiterung des lokalen Berichts.
SuperX-Connect übernimmt dabei ausschließlich:
- Strukturierung
- Validierung
- Aggregation
- Weitergabe
Nicht jedoch:
- Interpretation
- Analyse
- Steuerungslogik
Diese verbleiben vollständig bei der Hochschule.
15–30 Minuten | Warum brauchen wir das? Der strukturelle Mehrwert
1. Tiefe statt Oberflächenvergleich
Heute vergleichen wir meist:
- Absolventenzahlen
- Studierendenzahlen
- aggregierte Bestände
Künftig möglich:
- Phasenbezogene Vergleiche nahezu in Echtzeit
- Übergangsdynamiken (Bachelor → Master) und semesterscharfe Betrachtungen
- fachbereichsspezifische (tiefergehende) Entwicklungen
- teifgehende Analysen entlang von eigens abgestimmten Vergleichsparametern
2. Beispiel UDE: Studierendendynamik
Im Workshop zur Systemdynamik zeigte sich:
Stabilisierung entsteht nicht allein durch Zuwachs, sondern durch das Senken kritischer Abgänge und durch bessere Übergänge.
Frage: Ist das ein UDE-Phänomen? Ein NRW-Phänomen? Ein Strukturtyp-Phänomen?
Ohne vergleichbare Tiefendaten bleibt diese Frage unbeantwortet. UND: Die heutigen Vergelichssysteme und Veröffentlichungen können diese Tiefe und Betrachutngsebene nicht abbilden.
SuperX-Connect ermöglicht hier:
- Vergleich entlang identischer Berichtsmodule
- Tiefenanalyse und zeitliche Betrachtung entlang von eigenene Betrachtungsvorstellungen
- zeitnahe Rückkopplung und Vergleiche
- einen Austasuch im Rahmen des Berichtsdesigns
3. Demokratischer Mehrwert
Heute entstehen Vergleiche:
- Zentralisiert gesteuert
- hoch aggregiert oder
- temporär in kleinen Verbünden ohne eine nachhaltige Plattform in der HAnd der Hocschulen
SuperX-Connect schafft:
- ein dauerhaftes Ökosystem
- eine technische Plattform
- eine institutionalisierte Austauschstruktur
- Freiwilligkeit statt Verpflichtung
- Vertrauen statt Zentralisierung
Es ist kein Zentral-BI. Es ist eine kooperative Infrastruktur.
4. Öffnung für weitere Systeme
Das Modell ist offen für:
- SuperX
- HISinOne-BI
- andere BI-Systeme
- externe DataWarehouses
Vergleich wird systemunabhängig möglich.
5. Ökonomischer Mehrwert
- Einsparung individueller Sonderauswertungen
- Keine Einzelverträge mit Statistikämtern notwendig
- Reduzierung manueller Vergleichsarbeit
- Skaleneffekte durch Standardisierung
- eigene Berichte entlang der eigenen Anforderungen sind auch für die Ebene Benchmark möglich
30–45 Minuten | Interaktive Phase
Diskussion: https://app.conceptboard.com/board/0mg2-gf51-pmzz-tm18-by67
- Für welche Fragestellungen wäre dieses Kreislaufmodell besonders relevant?
- Welche Berichtsmodule wären prioritäre Kandidaten?
- Welche Aggregationsebene ist notwendig?
- Unter welchen Bedingungen würden Sie Daten bereitstellen?
Ziel: Konkrete Pilotberichte identifizieren.
45–60 Minuten | Perspektive und nächste Schritte
Mögliche nächste Schritte:
- Bildung einer Pilotgruppe
- Definition eines ersten Standardberichts
- Technische Spezifikation des Exportformats
- Governance- und Vertrauensmodell klären
Abschlussfrage:
„Welche Vergleichsfrage sollten wir als erste institutionalisieren?“