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von Thomas Lipke

Workshop SuperX-Connect: Unterschied zwischen den Versionen

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​[[Image:logobutton_sx_connect.png|250px]]  '''Willkommen bei SuperX-Connect'''
​[[Image:logobutton_sx_connect.png|250px]]  '''Willkommen bei SuperX-Connect'''
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= Workshop: SuperX-Connect =
= Workshop: SuperX-Connect =


== Gemeinsame Vergleichslogik für datenbasierte Hochschulsteuerung ==
== Vergleich neu denken: Von isolierten Auswertungen zum kooperativen Datenkreislauf ==


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Ziel dieses Workshops ist es,
Ziel dieses Workshops ist es,


* ein gemeinsames Verständnis von SuperX-Connect als Vergleichs- und Kooperationsmodell zu entwickeln,
* die drei Nutzungsszenarien von SuperX-Connect strukturiert darzustellen,
* die konkreten Bedarfe der beteiligten Hochschulen zu identifizieren,
* den Mehrwert einer gemeinsamen Vergleichslogik zu diskutieren,
* mögliche Kooperationsformen zu diskutieren,
* konkrete Anwendungsfälle zu identifizieren,
* und nächste Schritte für eine vertiefte Zusammenarbeit zu definieren.
* und nächste Schritte für eine institutionalisierte Zusammenarbeit zu definieren.
 
Im Mittelpunkt steht die Frage:


Im Mittelpunkt steht dabei nicht der technische Betrieb allein, sondern die Frage, wie vergleichbare, differenzierte und zeitnahe Daten für strategische Steuerungsfragen nutzbar gemacht werden können.
Wie können wir Vergleichsdaten tiefer, aktueller, ressourcenschonender und gemeinschaftlich tragfähig nutzbar machen?


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'''Moderationsvorschlag:'''
'''Moderationsvorschlag:'''


„Wir möchten heute gemeinsam prüfen, ob und wie eine strukturierte Vergleichslogik über SuperX-Connect für mehrere Hochschulen sinnvoll und praktikabel gestaltet werden kann.“
„Wir möchten heute gemeinsam prüfen, wie eine nachhaltige, demokratische und technisch tragfähige Vergleichslogik zwischen Hochschulen aussehen kann.“


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„Wenn Sie eigene Kennzahlen aus Ihrem BI-System oder aus SuperX haben und diese in Relation zu anderen Hochschulen setzen möchten – wie und womit tun Sie das heute?“
„Wenn Sie eigene Kennzahlen aus Ihrem BI-System oder aus SuperX haben und diese in Relation zu anderen Hochschulen setzen möchten – wie und womit tun Sie das heute?“


'''Mögliche Antwortoptionen (PINGO-Link):'''
'''Mögliche Antwortoptionen ( [https://pingo.coactum.de/164248 PINGO-Link] ):'''


* Nutzung externer Vergleichsportale (Landesämter, Destatis, DAAD etc.)
* Nutzung externer Vergleichsportale (Landesämter, Destatis, DAAD etc.)
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„Wie systematisch ist dieser Vergleich heute – und wo stoßen Sie an Grenzen (Datentiefe, Definitionen, Aktualität, Aufwand)?“
„Wie systematisch ist dieser Vergleich heute – und wo stoßen Sie an Grenzen (Datentiefe, Definitionen, Aktualität, Aufwand)?“
* Aktualität?
* Tiefe?
* Definitionen?
* Aufwand / Kosten?
* Nachhaltigkeit?


Ziel ist es, sichtbar zu machen, dass eigene BI-Systeme in der Regel keine integrierte Vergleichslogik enthalten und Benchmarking häufig über externe, manuelle oder nur eingeschränkt vergleichbare Wege erfolgt.
Ziel: Transparenz über Status quo und strukturelle Defizite schaffen.


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== 5–12 Minuten | Was ist SuperX-Connect? ==
== 5–15 Minuten | Die drei Nutzungsszenarien von SuperX-Connect ==
 
SuperX-Connect ist kein neues BI-System, sondern eine strukturierte Vergleichsplattform mit drei klar unterscheidbaren Nutzungsszenarien.


SuperX-Connect ist eine neue Komponente für SuperX / HISinOne-BI, aber auch ein strukturiertes Kooperationsmodell rund um SuperX mit klarem Fokus auf Vergleichbarkeit, Datenaustausch und analytischer Vertiefung.
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Es umfasst drei klar definierte Angebotsdimensionen:
=== 1. Nutzung veröffentlichter Vergleichsdaten (Standard-Szenario in der lokalen Installation) ===
=== 1. Lokale Installation ===
* SuperX-Connect kann [http://download.superx-projekt.de hier] heruntergeladen werden, es beinhaltet Funktionen zum Hochschulvergleich und Beispielauswertungen Studierende bzw. Absolventen - bundesweit.
* SuperX-Connect kann [http://download.superx-projekt.de hier] heruntergeladen werden, es beinhaltet Funktionen zum Hochschulvergleich und Beispielauswertungen Studierende bzw. Absolventen - bundesweit.
** Details siehe die Homepage https://www.superx-projekt.de/doku/sxc_modul/
** Details siehe die Homepage https://www.superx-projekt.de/doku/sxc_modul/
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* Bearbeitungsfunktion zur Bildung von Vergleichsgruppen
* Bearbeitungsfunktion zur Bildung von Vergleichsgruppen
* Darüber hinaus enthalten SuperX bzw. HISinOne-BI im Kernmodul die aktuellen Schlüsselverzeichnisse des STBA '''und''' der landesspezifischen Schlüssel
* Darüber hinaus enthalten SuperX bzw. HISinOne-BI im Kernmodul die aktuellen Schlüsselverzeichnisse des STBA '''und''' der landesspezifischen Schlüssel
* Integration veröffentlichter Vergleichsdaten (Destatis, Landesämter etc.)
* Bereitstellung standardisierter Kennzahlen
* Nutzung innerhalb des eigenen SuperX
* Kein Datentausch zwischen Hochschulen notwendig


Mehrwert:
* Einfach verfügbar
* Standardisiert
* Direkte Einbindung in bestehendes Berichtswesen


Grenze:
* Aggregationstiefe begrenzt
* Zeitverzug
* Keine flexible Weiterentwicklung über die Standarddaten der Veröffentlichungen hinaus
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=== 2. Verbund- bzw. Landeslösung ===
=== 2. Verbund- bzw. Landeslösung ===


* Gemeinsame Definition ausgewählter Berichte
* Gemeinsame Definition von Berichten
* Gemeinsame Definition der zugrundeliegenden Kennzahlen
* Gemeinsame Kennzahlendefinition
* Datenbereitstellung in einer gemeinsamen SuperX-Umgebung
* Gemeinsame Infrastruktur
* Konsistente, vergleichbare Auswertungen innerhalb eines definierten Verbunds
* Konsistente Auswertungen innerhalb eines Verbunds
 
Ziel:
Strukturierter, institutionalisierter Vergleich in definierten Gruppen.
 
{{Hinweis|Es gibt bereits seit 20 Jahren Landessysteme für Baden-Württemberg und Sachsen.}}
 
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Ziel ist ein strukturiertes, abgestimmtes Benchmarking innerhalb einer Gruppe von Hochschulen.
=== 3. Demokratisierung des vergleichenden Berichtswesens ===
== Das Vergleichsrückfluss-Modell ==


{{Hinweis|Es gibt bereits seit mehr als 15 Jahren Landessysteme für Baden-Württemberg und Sachsen.}}
Hier entsteht ein kooperativer Datenkreislauf auf Basis gegenseitigen Vertrauens.


=== 3. Vergleichsrückfluss-Modell für einzelne Hochschulen ===
Grundprinzip:


* Eine Hochschule stellt definierte Berichtsdaten bereit (unabhängig vom eingesetzten internen System).
Wer bereit ist, strukturierte Berichtsdaten bereitzustellen, erhält im Gegenzug Zugriff auf die entsprechenden Daten der anderen teilnehmenden Hochschulen.
* Im Gegenzug erhält sie die Daten aller Hochschulen zurück, die denselben Bericht bereitgestellt haben.
[[Datei:SuperX-connect.drawio.png|mini|SuperX-Connect als Vergleichsrückfluss-System]]
* Die Nutzung erfolgt weiterhin im eigenen SuperX oder BI-System.


Ziel ist es, Vergleichsdaten in die eigene Berichtslogik zu integrieren ohne Systemumstellung.
Beschreibung der Abbildung „SuperX-Connect True Circular Model“


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Die Abbildung stellt SuperX-Connect als kooperativen Datenkreislauf dar. Ausgangspunkt ist jeweils das lokale Hochschulsystem (z. B. SuperX, HISinOne-BI oder ein anderes BI-System).


== 12–30 Minuten | Analytischer Kernimpuls: Das Vergleichsproblem ==
Im '''ersten Schritt''' exportiert die Hochschule definierte Berichtsdaten entlang einer gemeinsamen Standardstruktur und stellt diese SuperX-Connect zur Verfügung.


=== 1. Ausgangspunkt: Ein Erkenntnisproblem ===
SuperX-Connect übernimmt dabei ausschließlich die '''zentrale Aggregation und Strukturierung''' der eingehenden Daten. Es erfolgt dort weder Interpretation noch Analyse.


Die zentrale Motivation ist nicht primär organisatorisch, sondern analytisch.
Im '''zweiten Schritt''' erhält die Hochschule die aggregierten Vergleichsdaten zu genau diesem Bericht zurück und spielt sie in ihr eigenes Data Warehouse bzw. BI-System ein.


Wir beobachten in unseren Kennzahlen bestimmte Dynamiken, wissen jedoch nicht, ob sie
Der eigentliche '''Vergleich und die Analyse erfolgen vollständig lokal''' im jeweiligen Hochschulsystem – als Erweiterung des bestehenden Berichts.


* hochschulspezifisch,
Das Modell visualisiert damit einen geschlossenen, freiwilligen und vertrauensbasierten Austauschkreislauf:
* fachbereichsspezifisch,
* landesweit typisch,
* oder strukturell für bestimmte Hochschultypen sind.


* Wer Daten bereitstellt, erhält im Gegenzug strukturierte Vergleichsdaten zurück.
* Die Datensouveränität verbleibt bei der jeweiligen Hochschule.
* SuperX-Connect fungiert als technische Aggregations- und Austauschplattform, nicht als zentrales BI-System.
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=== 2. Beispiel UDE: Studierendendynamik als System ===
==== Ablauf eines Standardberichts ====
* [https://www.superx-projekt.de/doku/sxc_modul/2026_tl_muster/diskussionspapier_systemdynamik_workshop.html Diskussionspapier]
 
* Lokale Aufbereitung 
Im eigenen SuperX wird ein Standardbericht entlang einer gemeinsamen Definition für den Export vorbereitet.


Im Workshop zur Systemdynamik der Studierendenzahlen zeigte sich:
* Bereitstellung 
Die definierten Berichtsdaten werden an SuperX-Connect übertragen.


Stabilisierung entsteht selten allein durch „mehr Zuwachs“. Entscheidend sind vielmehr die inneren Systembewegungen:
* Rückfluss 
Die Hochschule erhält die von anderen Hochschulen hinterlegten Daten genau zu diesem Bericht zurück.


* Exmatrikulationen (mit und ohne Abschluss)
* Lokaler Vergleich 
* Abschlüsse mit oder ohne Verbleib im System
Der eigentliche Vergleich erfolgt ausschließlich im eigenen System als Erweiterung des lokalen Berichts.
* Übergänge (z. B. Bachelor → Master)
* kritische Phasen, insbesondere in der Studieneingangsphase


Die Kombination aus
SuperX-Connect übernimmt dabei ausschließlich:


* einer systemischen Darstellung der Jahresbilanz (z. B. Sankey-Logik) und
* Strukturierung
* einer vertieften Analyse der Abgänge ohne Abschluss (Abschlussgruppe × Fachsemester)
* Validierung
* Aggregation
* Weitergabe


ermöglicht es, nicht nur Bestandsentwicklungen zu beschreiben, sondern konkrete Ansatzpunkte zur Stabilisierung zu identifizieren.
Nicht jedoch:


Die entscheidende Frage lautet jedoch:
* Interpretation
* Analyse
* Steuerungslogik


Ist dieses Muster ein UDE-Phänomen – oder zeigt es sich auch an anderen Hochschulen? Und wenn ja, in welchen Fächern, in welchen Hochschultypen, in welchen Regionen?
Diese verbleiben vollständig bei der Hochschule.


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=== 3. Grenzen bestehender Vergleichslogiken ===
== 15–30 Minuten | Warum brauchen wir das? Der strukturelle Mehrwert ==


Derzeit stoßen wir auf strukturelle Grenzen:
=== 1. Tiefe statt Oberflächenvergleich ===


* Vergleichsdaten sind häufig zeitlich verzögert.
Heute vergleichen wir meist:
* Sie sind stark aggregiert.
* Fach- oder phasenspezifische Differenzierungen in der Tiefe der eigenen Systemlogik fehlen.
* Individuelle Sonderauswertungen (z. B. bei Destatis) sind aufwendig und kostenintensiv.


Eigene Daten werden typischerweise
* Absolventenzahlen
* Studierendenzahlen
* aggregierte Bestände


* exportiert,
Künftig möglich:
* manuell angereichert,
* oder über externe Portale ergänzt.


Teilweise werden aufbereitete Daten kostenpflichtig bereitgestellt, jedoch mit begrenzten Möglichkeiten zur weiteren analytischen Verarbeitung.
* Phasenbezogene Vergleiche nahezu in Echtzeit
* Übergangsdynamiken (Bachelor → Master) und semesterscharfe Betrachtungen
* fachbereichsspezifische (tiefergehende) Entwicklungen
* teifgehende Analysen entlang von eigens abgestimmten Vergleichsparametern


Eine systematische, zeitnahe und differenzierte Vergleichslogik existiert in der Regel nicht.
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=== 2. Beispiel UDE: Studierendendynamik ===
* [https://www.superx-projekt.de/doku/sxc_modul/2026_tl_muster/diskussionspapier_systemdynamik_workshop.html Diskussionspapier]
 
Im Workshop zur Systemdynamik zeigte sich:
 
Stabilisierung entsteht nicht allein durch Zuwachs,
sondern durch das Senken kritischer Abgänge und durch bessere Übergänge.


=== 4. Leitfrage ===
Frage:
Ist das ein UDE-Phänomen? Ein NRW-Phänomen? Ein Strukturtyp-Phänomen?


Wie können wir
Ohne vergleichbare Tiefendaten bleibt diese Frage unbeantwortet. UND: Die heutigen Vergelichssysteme und Veröffentlichungen können diese Tiefe und Betrachutngsebene nicht abbilden.


* schneller,
SuperX-Connect ermöglicht hier:
* differenzierter,
* hochschul- und fachbereichsspezifisch,
* und ressourcenschonend


vergleichbare Daten erzeugen und nutzen?
* Vergleich entlang identischer Berichtsmodule
* Tiefenanalyse und zeitliche Betrachtung entlang von eigenene Betrachtungsvorstellungen
* zeitnahe Rückkopplung und Vergleiche
* einen Austasuch im Rahmen des Berichtsdesigns


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== 30–45 Minuten | Lösungsarchitektur SuperX-Connect ==
=== 3. Demokratischer Mehrwert ===


Aus dieser Fragestellung ergeben sich zwei strukturierte Lösungswege:
Heute entstehen Vergleiche:


=== A. Gemeinsame Verbundstruktur ===
* Zentralisiert gesteuert
* hoch aggregiert oder
* temporär in kleinen Verbünden ohne eine nachhaltige Plattform in der HAnd der Hocschulen


* Definition konkreter Berichte
​SuperX-Connect schafft:
* Festlegung gemeinsamer Kennzahlendefinitionen
* Datenbereitstellung in einer gemeinsamen Umgebung
* Nutzung konsistenter, abgestimmter Vergleichsberichte


=== B. Datenrückfluss-Modell (heutiger Schwerpunkt) ===
* ein dauerhaftes Ökosystem
* eine technische Plattform
* eine institutionalisierte Austauschstruktur
* Freiwilligkeit statt Verpflichtung
* Vertrauen statt Zentralisierung


* Bereitstellung definierter Berichtsdaten durch die Hochschule
Es ist kein Zentral-BI.
* Rückerhalt vergleichbarer Daten anderer beteiligter Hochschulen
Es ist eine kooperative Infrastruktur.
* Integration der Vergleichsdaten in das eigene SuperX oder BI-System


Wesentlich ist:
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Es geht nicht um „mehr Daten“, sondern um
=== 4. Öffnung für weitere Systeme ===


* höhere Vergleichbarkeit,
Das Modell ist offen für:
* größere Aktualität,
 
* tiefere analytische Differenzierung,
* SuperX
* und eine ökonomisch tragfähige Struktur.
* HISinOne-BI
* andere BI-Systeme
* externe DataWarehouses
 
Vergleich wird systemunabhängig möglich.


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== 45–55 Minuten | Interaktive Phase: Relevanz und Anwendung ==
=== 5. Ökonomischer Mehrwert ===


(Dokumentation z. B. über Concept Board)
* Einsparung individueller Sonderauswertungen
* Keine Einzelverträge mit Statistikämtern notwendig
* Reduzierung manueller Vergleichsarbeit
* Skaleneffekte durch Standardisierung
* eigene Berichte entlang der eigenen Anforderungen sind auch für die Ebene Benchmark möglich


'''Diskussionsfragen:'''
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== 30–45 Minuten | Interaktive Phase ==
 
Diskussion: https://app.conceptboard.com/board/0mg2-gf51-pmzz-tm18-by67


* Für welche konkreten Fragestellungen wäre eine solche Vergleichslogik für Sie relevant?
* Für welche Fragestellungen wäre dieses Kreislaufmodell besonders relevant?
* Auf welcher Aggregationsebene (Hochschule, Fachbereich, Studiengang, Gruppe etc.)?
* Welche Berichtsmodule wären prioritäre Kandidaten?
* Wären Sie bereit, definierte Berichtsdaten bereitzustellen, wenn Sie im Gegenzug strukturierte Vergleichsdaten erhalten?
* Welche Aggregationsebene ist notwendig?
* Unter welchen Bedingungen würden Sie Daten bereitstellen?


Ziel ist es, konkrete Anwendungsfälle und Prioritäten zu identifizieren.
Ziel:
Konkrete Pilotberichte identifizieren.


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== 55–60 Minuten | Konkrete Perspektive ==
== 45–60 Minuten | Perspektive und nächste Schritte ==


'''Mögliche nächste Schritte:'''
Mögliche nächste Schritte:


* Bildung einer Pilotgruppe
* Bildung einer Pilotgruppe
* Definition eines ersten gemeinsamen Berichts (z. B. Studierendendynamik)
* Definition eines ersten Standardberichts
* Technischer Abstimmungstermin
* Technische Spezifikation des Exportformats
* Arbeitsgruppe zur Kennzahlendefinition
* Governance- und Vertrauensmodell klären
 
'''Abschlussfrage:'''


„Welche Fragestellung sollten wir als erste in einer gemeinsamen Vergleichslogik bearbeiten? Studierendendynamik?“
Abschlussfrage:
 
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''Ende der Workshop-Konzeption''
„Welche Vergleichsfrage sollten wir als erste institutionalisieren?“

Aktuelle Version vom 26. Februar 2026, 07:57 Uhr


logobutton sx connect.png Willkommen bei SuperX-Connect

Workshop: SuperX-Connect

Vergleich neu denken: Von isolierten Auswertungen zum kooperativen Datenkreislauf


Ziel des Workshops

Ziel dieses Workshops ist es,

  • die drei Nutzungsszenarien von SuperX-Connect strukturiert darzustellen,
  • den Mehrwert einer gemeinsamen Vergleichslogik zu diskutieren,
  • konkrete Anwendungsfälle zu identifizieren,
  • und nächste Schritte für eine institutionalisierte Zusammenarbeit zu definieren.

Im Mittelpunkt steht die Frage:

Wie können wir Vergleichsdaten tiefer, aktueller, ressourcenschonender und gemeinschaftlich tragfähig nutzbar machen?


Ablauf (60 Minuten)


0–5 Minuten | Begrüßung, Zielrahmen und Blitzabfrage

Begrüßung und Einordnung

  • Begrüßung
  • Kurzvorstellung der Teilnehmenden (Name, Rolle, ggf. Motivation)
  • Transparente Zielsetzung

Moderationsvorschlag:

„Wir möchten heute gemeinsam prüfen, wie eine nachhaltige, demokratische und technisch tragfähige Vergleichslogik zwischen Hochschulen aussehen kann.“


Blitzabfrage: Wie vergleichen wir heute? (PINGO-Abfrage pingo.coactum.de/164248)

Leitfrage an die Runde:

„Wenn Sie eigene Kennzahlen aus Ihrem BI-System oder aus SuperX haben und diese in Relation zu anderen Hochschulen setzen möchten – wie und womit tun Sie das heute?“

Mögliche Antwortoptionen ( PINGO-Link ):

  • Nutzung externer Vergleichsportale (Landesämter, Destatis, DAAD etc.)
  • Export eigener BI-Daten und Anreicherung in Excel mit öffentlichen Vergleichsdaten
  • Aufbau eigener Vergleichsberichte mit manuell integrierten Fremddaten
  • Erwerb zusätzlicher, tiefergehender Daten (z. B. bei Destatis)
  • Informeller oder bilateraler Austausch mit anderen Hochschulen

Vertiefende Nachfrage:

„Wie systematisch ist dieser Vergleich heute – und wo stoßen Sie an Grenzen (Datentiefe, Definitionen, Aktualität, Aufwand)?“

  • Aktualität?
  • Tiefe?
  • Definitionen?
  • Aufwand / Kosten?
  • Nachhaltigkeit?

Ziel: Transparenz über Status quo und strukturelle Defizite schaffen.


5–15 Minuten | Die drei Nutzungsszenarien von SuperX-Connect

SuperX-Connect ist kein neues BI-System, sondern eine strukturierte Vergleichsplattform mit drei klar unterscheidbaren Nutzungsszenarien.


1. Nutzung veröffentlichter Vergleichsdaten (Standard-Szenario in der lokalen Installation)

  • SuperX-Connect kann hier heruntergeladen werden, es beinhaltet Funktionen zum Hochschulvergleich und Beispielauswertungen Studierende bzw. Absolventen - bundesweit.
  • SuperX-Connect Version 0.2 mit Studierenden und Studienanfänger_innen sowie Absolventen bundesweit pro Hochschule
  • Hochschulverzeichnis inkl. Abgleich Hochschul- und Standortnummern STBA mit dem Hochschulkompass der HRK
  • Bearbeitungsfunktion zur Bildung von Vergleichsgruppen
  • Darüber hinaus enthalten SuperX bzw. HISinOne-BI im Kernmodul die aktuellen Schlüsselverzeichnisse des STBA und der landesspezifischen Schlüssel
  • Integration veröffentlichter Vergleichsdaten (Destatis, Landesämter etc.)
  • Bereitstellung standardisierter Kennzahlen
  • Nutzung innerhalb des eigenen SuperX
  • Kein Datentausch zwischen Hochschulen notwendig

Mehrwert:

  • Einfach verfügbar
  • Standardisiert
  • Direkte Einbindung in bestehendes Berichtswesen

Grenze:

  • Aggregationstiefe begrenzt
  • Zeitverzug
  • Keine flexible Weiterentwicklung über die Standarddaten der Veröffentlichungen hinaus

2. Verbund- bzw. Landeslösung

  • Gemeinsame Definition von Berichten
  • Gemeinsame Kennzahlendefinition
  • Gemeinsame Infrastruktur
  • Konsistente Auswertungen innerhalb eines Verbunds

Ziel: Strukturierter, institutionalisierter Vergleich in definierten Gruppen.

lightbulb.svg Es gibt bereits seit 20 Jahren Landessysteme für Baden-Württemberg und Sachsen.

3. Demokratisierung des vergleichenden Berichtswesens

Das Vergleichsrückfluss-Modell

Hier entsteht ein kooperativer Datenkreislauf auf Basis gegenseitigen Vertrauens.

Grundprinzip:

Wer bereit ist, strukturierte Berichtsdaten bereitzustellen, erhält im Gegenzug Zugriff auf die entsprechenden Daten der anderen teilnehmenden Hochschulen.

SuperX-Connect als Vergleichsrückfluss-System

Beschreibung der Abbildung „SuperX-Connect – True Circular Model“

Die Abbildung stellt SuperX-Connect als kooperativen Datenkreislauf dar. Ausgangspunkt ist jeweils das lokale Hochschulsystem (z. B. SuperX, HISinOne-BI oder ein anderes BI-System).

Im ersten Schritt exportiert die Hochschule definierte Berichtsdaten entlang einer gemeinsamen Standardstruktur und stellt diese SuperX-Connect zur Verfügung.

SuperX-Connect übernimmt dabei ausschließlich die zentrale Aggregation und Strukturierung der eingehenden Daten. Es erfolgt dort weder Interpretation noch Analyse.

Im zweiten Schritt erhält die Hochschule die aggregierten Vergleichsdaten zu genau diesem Bericht zurück und spielt sie in ihr eigenes Data Warehouse bzw. BI-System ein.

Der eigentliche Vergleich und die Analyse erfolgen vollständig lokal im jeweiligen Hochschulsystem – als Erweiterung des bestehenden Berichts.

Das Modell visualisiert damit einen geschlossenen, freiwilligen und vertrauensbasierten Austauschkreislauf:

  • Wer Daten bereitstellt, erhält im Gegenzug strukturierte Vergleichsdaten zurück.
  • Die Datensouveränität verbleibt bei der jeweiligen Hochschule.
  • SuperX-Connect fungiert als technische Aggregations- und Austauschplattform, nicht als zentrales BI-System.

Ablauf eines Standardberichts

  • Lokale Aufbereitung

Im eigenen SuperX wird ein Standardbericht entlang einer gemeinsamen Definition für den Export vorbereitet.

  • Bereitstellung

Die definierten Berichtsdaten werden an SuperX-Connect übertragen.

  • Rückfluss

Die Hochschule erhält die von anderen Hochschulen hinterlegten Daten genau zu diesem Bericht zurück.

  • Lokaler Vergleich

Der eigentliche Vergleich erfolgt ausschließlich im eigenen System als Erweiterung des lokalen Berichts.

SuperX-Connect übernimmt dabei ausschließlich:

  • Strukturierung
  • Validierung
  • Aggregation
  • Weitergabe

Nicht jedoch:

  • Interpretation
  • Analyse
  • Steuerungslogik

Diese verbleiben vollständig bei der Hochschule.


15–30 Minuten | Warum brauchen wir das? Der strukturelle Mehrwert

1. Tiefe statt Oberflächenvergleich

Heute vergleichen wir meist:

  • Absolventenzahlen
  • Studierendenzahlen
  • aggregierte Bestände

Künftig möglich:

  • Phasenbezogene Vergleiche nahezu in Echtzeit
  • Übergangsdynamiken (Bachelor → Master) und semesterscharfe Betrachtungen
  • fachbereichsspezifische (tiefergehende) Entwicklungen
  • teifgehende Analysen entlang von eigens abgestimmten Vergleichsparametern

2. Beispiel UDE: Studierendendynamik

Im Workshop zur Systemdynamik zeigte sich:

Stabilisierung entsteht nicht allein durch Zuwachs, sondern durch das Senken kritischer Abgänge und durch bessere Übergänge.

Frage: Ist das ein UDE-Phänomen? Ein NRW-Phänomen? Ein Strukturtyp-Phänomen?

Ohne vergleichbare Tiefendaten bleibt diese Frage unbeantwortet. UND: Die heutigen Vergelichssysteme und Veröffentlichungen können diese Tiefe und Betrachutngsebene nicht abbilden.

SuperX-Connect ermöglicht hier:

  • Vergleich entlang identischer Berichtsmodule
  • Tiefenanalyse und zeitliche Betrachtung entlang von eigenene Betrachtungsvorstellungen
  • zeitnahe Rückkopplung und Vergleiche
  • einen Austasuch im Rahmen des Berichtsdesigns

3. Demokratischer Mehrwert

Heute entstehen Vergleiche:

  • Zentralisiert gesteuert
  • hoch aggregiert oder
  • temporär in kleinen Verbünden ohne eine nachhaltige Plattform in der HAnd der Hocschulen

​SuperX-Connect schafft:

  • ein dauerhaftes Ökosystem
  • eine technische Plattform
  • eine institutionalisierte Austauschstruktur
  • Freiwilligkeit statt Verpflichtung
  • Vertrauen statt Zentralisierung

Es ist kein Zentral-BI. Es ist eine kooperative Infrastruktur.


4. Öffnung für weitere Systeme

Das Modell ist offen für:

  • SuperX
  • HISinOne-BI
  • andere BI-Systeme
  • externe DataWarehouses

Vergleich wird systemunabhängig möglich.


5. Ökonomischer Mehrwert

  • Einsparung individueller Sonderauswertungen
  • Keine Einzelverträge mit Statistikämtern notwendig
  • Reduzierung manueller Vergleichsarbeit
  • Skaleneffekte durch Standardisierung
  • eigene Berichte entlang der eigenen Anforderungen sind auch für die Ebene Benchmark möglich

30–45 Minuten | Interaktive Phase

Diskussion: https://app.conceptboard.com/board/0mg2-gf51-pmzz-tm18-by67

  • Für welche Fragestellungen wäre dieses Kreislaufmodell besonders relevant?
  • Welche Berichtsmodule wären prioritäre Kandidaten?
  • Welche Aggregationsebene ist notwendig?
  • Unter welchen Bedingungen würden Sie Daten bereitstellen?

Ziel: Konkrete Pilotberichte identifizieren.


45–60 Minuten | Perspektive und nächste Schritte

Mögliche nächste Schritte:

  • Bildung einer Pilotgruppe
  • Definition eines ersten Standardberichts
  • Technische Spezifikation des Exportformats
  • Governance- und Vertrauensmodell klären

Abschlussfrage:

„Welche Vergleichsfrage sollten wir als erste institutionalisieren?“