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Version vom 22. Februar 2026, 10:11 Uhr
Workshop: SuperX-Connect
Gemeinsame Vergleichslogik für datenbasierte Hochschulsteuerung
Ziel des Workshops
Ziel dieses Workshops ist es,
- ein gemeinsames Verständnis von SuperX-Connect als Vergleichs- und Kooperationsmodell zu entwickeln,
- die konkreten Bedarfe der beteiligten Hochschulen zu identifizieren,
- mögliche Kooperationsformen zu diskutieren,
- und nächste Schritte für eine vertiefte Zusammenarbeit zu definieren.
Im Mittelpunkt steht dabei nicht der technische Betrieb allein, sondern die Frage, wie vergleichbare, differenzierte und zeitnahe Daten für strategische Steuerungsfragen nutzbar gemacht werden können.
Ablauf (60 Minuten)
0–5 Minuten | Begrüßung, Zielrahmen und Blitzabfrage
Begrüßung und Einordnung
- Begrüßung
- Kurzvorstellung der Teilnehmenden (Name, Rolle, ggf. Motivation)
- Transparente Zielsetzung
Moderationsvorschlag:
„Wir möchten heute gemeinsam prüfen, ob und wie eine strukturierte Vergleichslogik über SuperX-Connect für mehrere Hochschulen sinnvoll und praktikabel gestaltet werden kann.“
Blitzabfrage: Wie vergleichen wir heute? (PINGO-Abfrage)
Leitfrage an die Runde:
„Wenn Sie eigene Kennzahlen aus Ihrem BI-System oder aus SuperX haben und diese in Relation zu anderen Hochschulen setzen möchten – wie und womit tun Sie das heute?“
Mögliche Antwortoptionen (PINGO-Link):
- Nutzung externer Vergleichsportale (Landesämter, Destatis, DAAD etc.)
- Export eigener BI-Daten und Anreicherung in Excel mit öffentlichen Vergleichsdaten
- Aufbau eigener Vergleichsberichte mit manuell integrierten Fremddaten
- Erwerb zusätzlicher, tiefergehender Daten (z. B. bei Destatis)
- Informeller oder bilateraler Austausch mit anderen Hochschulen
Vertiefende Nachfrage:
„Wie systematisch ist dieser Vergleich heute – und wo stoßen Sie an Grenzen (Datentiefe, Definitionen, Aktualität, Aufwand)?“
Ziel ist es, sichtbar zu machen, dass eigene BI-Systeme in der Regel keine integrierte Vergleichslogik enthalten und Benchmarking häufig über externe, manuelle oder nur eingeschränkt vergleichbare Wege erfolgt.
5–12 Minuten | Was ist SuperX-Connect?
SuperX-Connect ist kein neues BI-Produkt, sondern ein strukturiertes Kooperationsmodell rund um SuperX mit klarem Fokus auf Vergleichbarkeit, Datenaustausch und analytischer Vertiefung.
Es umfasst zwei klar definierte Angebotsdimensionen:
1. Verbund- bzw. Landeslösung
- Gemeinsame Definition ausgewählter Berichte
- Gemeinsame Definition der zugrundeliegenden Kennzahlen
- Datenbereitstellung in einer gemeinsamen SuperX-Umgebung
- Konsistente, vergleichbare Auswertungen innerhalb eines definierten Verbunds
Ziel ist ein strukturiertes, abgestimmtes Benchmarking innerhalb einer Gruppe von Hochschulen.
2. Vergleichsrückfluss-Modell für einzelne Hochschulen
- Eine Hochschule stellt definierte Berichtsdaten bereit (unabhängig vom eingesetzten internen System).
- Im Gegenzug erhält sie die Daten aller Hochschulen zurück, die denselben Bericht bereitgestellt haben.
- Die Nutzung erfolgt weiterhin im eigenen SuperX oder BI-System.
Ziel ist es, Vergleichsdaten in die eigene Berichtslogik zu integrieren – ohne Systemumstellung.
12–30 Minuten | Analytischer Kernimpuls: Das Vergleichsproblem
1. Ausgangspunkt: Ein Erkenntnisproblem
Die zentrale Motivation ist nicht primär organisatorisch, sondern analytisch.
Wir beobachten in unseren Kennzahlen bestimmte Dynamiken, wissen jedoch nicht, ob sie
- hochschulspezifisch,
- fachbereichsspezifisch,
- landesweit typisch,
- oder strukturell für bestimmte Hochschultypen sind.
2. Beispiel UDE: Studierendendynamik als System
Im Workshop zur Systemdynamik der Studierendenzahlen zeigte sich:
Stabilisierung entsteht selten allein durch „mehr Zuwachs“. Entscheidend sind vielmehr die inneren Systembewegungen:
- Exmatrikulationen (mit und ohne Abschluss)
- Abschlüsse mit oder ohne Verbleib im System
- Übergänge (z. B. Bachelor → Master)
- kritische Phasen, insbesondere in der Studieneingangsphase
Die Kombination aus
- einer systemischen Darstellung der Jahresbilanz (z. B. Sankey-Logik) und
- einer vertieften Analyse der Abgänge ohne Abschluss (Abschlussgruppe × Fachsemester)
ermöglicht es, nicht nur Bestandsentwicklungen zu beschreiben, sondern konkrete Ansatzpunkte zur Stabilisierung zu identifizieren.
Die entscheidende Frage lautet jedoch:
Ist dieses Muster ein UDE-Phänomen – oder zeigt es sich auch an anderen Hochschulen? Und wenn ja, in welchen Fächern, in welchen Hochschultypen, in welchen Regionen?
3. Grenzen bestehender Vergleichslogiken
Derzeit stoßen wir auf strukturelle Grenzen:
- Vergleichsdaten sind häufig zeitlich verzögert.
- Sie sind stark aggregiert.
- Fach- oder phasenspezifische Differenzierungen in der Tiefe der eigenen Systemlogik fehlen.
- Individuelle Sonderauswertungen (z. B. bei Destatis) sind aufwendig und kostenintensiv.
Eigene Daten werden typischerweise
- exportiert,
- manuell angereichert,
- oder über externe Portale ergänzt.
Teilweise werden aufbereitete Daten kostenpflichtig bereitgestellt, jedoch mit begrenzten Möglichkeiten zur weiteren analytischen Verarbeitung.
Eine systematische, zeitnahe und differenzierte Vergleichslogik existiert in der Regel nicht.
4. Leitfrage
Wie können wir
- schneller,
- differenzierter,
- hochschul- und fachbereichsspezifisch,
- und ressourcenschonend
vergleichbare Daten erzeugen und nutzen?
30–45 Minuten | Lösungsarchitektur SuperX-Connect
Aus dieser Fragestellung ergeben sich zwei strukturierte Lösungswege:
A. Gemeinsame Verbundstruktur
- Definition konkreter Berichte
- Festlegung gemeinsamer Kennzahlendefinitionen
- Datenbereitstellung in einer gemeinsamen Umgebung
- Nutzung konsistenter, abgestimmter Vergleichsberichte
B. Datenrückfluss-Modell (heutiger Schwerpunkt)
- Bereitstellung definierter Berichtsdaten durch die Hochschule
- Rückerhalt vergleichbarer Daten anderer beteiligter Hochschulen
- Integration der Vergleichsdaten in das eigene SuperX oder BI-System
Wesentlich ist:
Es geht nicht um „mehr Daten“, sondern um
- höhere Vergleichbarkeit,
- größere Aktualität,
- tiefere analytische Differenzierung,
- und eine ökonomisch tragfähige Struktur.
45–55 Minuten | Interaktive Phase: Relevanz und Anwendung
(Dokumentation z. B. über Concept Board)
Diskussionsfragen:
- Für welche konkreten Fragestellungen wäre eine solche Vergleichslogik für Sie relevant?
- Auf welcher Aggregationsebene (Hochschule, Fachbereich, Studiengang, Gruppe etc.)?
- Wären Sie bereit, definierte Berichtsdaten bereitzustellen, wenn Sie im Gegenzug strukturierte Vergleichsdaten erhalten?
Ziel ist es, konkrete Anwendungsfälle und Prioritäten zu identifizieren.
55–60 Minuten | Konkrete Perspektive
Mögliche nächste Schritte:
- Bildung einer Pilotgruppe
- Definition eines ersten gemeinsamen Berichts (z. B. Studierendendynamik)
- Technischer Abstimmungstermin
- Arbeitsgruppe zur Kennzahlendefinition
Abschlussfrage:
„Welche Fragestellung sollten wir als erste in einer gemeinsamen Vergleichslogik bearbeiten? Studierendendynamik?“
Ende der Workshop-Konzeption